Antananarivo

Antananarivo – Madagaskars Hauptstadt

Die Hauptstadt, die sich auf 1245 m Höhe im Hochland befindet, wird von ihren Einwohnern auch „Tana“ genannt und ist heute die Heimat von 1,5 Millionen Menschen. Allerdings wuchs die Stadt erst nach dem 2. Weltkrieg auf die heutige Größe.

Architektur von Antananarivo: Unterstadt und Oberstadt

Antananarivo erstreckt sich über mehrere Hügel. Überall entdeckt man kleine Steinhäuser, die sich mit traditionellen Häusern aus Tonziegeln mischen und so der Stadt noch heute einen Flair aus dem 18. Jahrhundert geben.

Den Mittelpunkt und die Haupteinkaufsstraße bildet die von Arkaden gesäumte und unter Denkmalschutz stehende „Avenue de L’Indépendence“ im Stadtteil Analakely. Hier werden frisch zubereitete Speisen, Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch angeboten.

Die Avenue ist nach der Renovierung vieler Häuser und Erneuerung der Geschäfte mittlerweile wieder zu einer der beliebtesten Flaniermeilen geworden Hier mischen sich arm und reich, alt und jung. Zusammen mit dem Stadtteil Tsaralalana, in dem vorwiegend indo-pakistanische Madagassen wohnen, bildet Analakely die sogenannte Unterstadt.

Auch der Bahnhof und der große, täglich geöffnete Marktplatz liegen in unmittelbarer Nähe zur „Avenue de L’Independance“. Als Oberstadt wird der Bereich des Präsidentenpalastes mit den Stadtteilen Antananirenina, Ambatonakanga und Andohalo bezeichnet. Hier findet man vor allem auch die Banken- und Einkaufsviertel der Stadt.

Sehenswürdigkeiten in Antananarivo

Anziehungspunkt Bahnhof: Der Gare de Soarano
  1. Gare de Soarano – der Alte Hauptbahnhof von Tana: Sehenswert ist auf jeden Fall Antananarivos Bahnhof, ein zwischen 1908-1910 erbautes Gebäude in dem man sofort den französisch-italienischen Stil der Kolonialzeit erkennen kann. Der Bahnhof bildet den Beginn der „Avenue de L’Independance“, die an ihrem südöstlichen Ende in die „Avenue de 26 Juin 1960“ übergeht. Hier gibt es kaum mehr Passagierverkehr und er besticht durch seine Architektur, das ein kleines Einkaufszentrum sowie Kunstausstellungen beherbergt.
  2. Mairie d’Antananarivo – das Rathaus von Antananarivo: Ein ebenso imposantes, fast protziges Gebäude ist das Rathaus, das sich auf halber Höhe der Allee befindet. Es wurde 1972 bei studentischen Unruhen total abgebrannt und erst 2008 wurden die Bauarbeiten zum Wiederaufbau begonnen. Die Bauarbeiten verzögerten sich wiederum durch politische Unruhen und erst Ende 2010 konnte das neu erbaute Rathaus wieder bezogen werden.
  3. Antananarivos Märkte: An dem Punkt, wo die „Avenue de L’Independance“ in die „Avenue de 26 Juin 1960“ (Datum der Unabhängigkeit) übergeht, stößt man auf die Marktgebäude, die 1925 von General Gallieni erbaut wurden. Genannt wird der Markt „Zoma“ was soviel heißt wie „Freitag“, denn früher durften die Bauern freitags hier ihr frisches Obst und Gemüse verkaufen. Der Markt bietet heute neben Lebensmitteln auch Stoffe und Handwerkswaren. Er ist zwar täglich geöffnet, wurde aber durch den zu hohen Andrang in den 1990er Jahren in verschiedene Märkte aufgetrennt.
  1. Parc Botanique et Zoologique de Tsimbazaza – Botanischer Garten: Im Stadtteil Tsimbazaza in der „Rue Fernand“ befindet sich der „Parc Botanique et Zoologique de Tsimbazaza“.der sich über knapp 15 ha erstreckt und von Hilfsgeldern aus verschiedenen Ländern finanziert wird. „Tsimbazaza“ bedeutet: „nicht für Kinder“ und stammt noch aus der Soldatenzeit, in der diese Gegend von Kindern nicht betreten werden sollte.
    1. Musée des pirates – Piratenmuseum: 5 Gehminuten vom Bahnhof findet man das seit 2008 eröffnete Piratenmuseum. Die Führungen finden neben Französisch und Englisch auch in Deutsch statt. 300 Jahre abenteuerliche Piratengeschichte erwarten den Besucher. Folgen Sie den Piraten über den Indischen Ozean bis zur Karibik und treffen Sie auf William Kidd und andere Piraten. Das Museum befindet sich in der „Rue de Liege 103“ im Stadtteil Tsaralalana.
Rova von Anatanarivo
Der Königspalast Rova in Antananarivo
  1. Rova – der Königspalast: Die Überreste des Palastes des Merina Königs Andrianjaka überragt Antananarivo auf dem höchsten Hügel. Nachdem der König 1610 seinen Palast dort errichtete, wurde er stetig von den nachfolgenden Königen und Königinnen ausgebaut und erweitert. Nach und nach entstand so ein ganzer Bezirk mit mehreren Palastbauten, einer eigener Kirche und einem eigenen königlichen Friedhof.
  2. Der Palast der Königin: Leider verblieben nach dem großen Brand vom 06. November 1995 nur noch die steinernen Umrisse, die auf Anlass der Königin Ranavalona um das alte hölzerne Königshaus gebaut wurden. Alle Holzbauten des eigentlichen Palastes wurden vom Feuer ergriffen und sind komplett zu Asche verbrannt. Der Brand war ein Schock für die Merina, da der Palast ihnen jahrhundertelang als religiöses Symbol diente. Glücklicherweise haben die 4 Türme des Palastes der Königin den Brand überstanden und ragen noch heute als Wahrzeichen empor.

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