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Masoala Nationalpark und Nosy Mangabe

UNESCO-Weltnaturerbe, einsamer Strand und tropischer, ursprünglicher Küstenwald, der fast bis an die Brandung reicht – im Masoala Nationalpark mit seiner angrenzenden Mini-Insel Nosy Mangabe im Nordosten Madagaskar ist der endemische Rotmaki zuhause.

Lange Zeit war die Halbinsel Terra Incognita und quasi unerforscht; heute versucht man Stück für Stück, dem letzten großen Regenwaldstücke Madagaskars seine Geheimnisse zu erforschen. Von der Küste aus können Reisende den dichten Wald am besten betreten. Außerdem gibt es noch einige versteckte sandige Badebuchten. Wie man den Masoala Nationalpark am besten besucht!

Park-Highlights: Was tun im Masoala Nationalpark?

Am Strand von Masoala © Bernhard Vogt
  • Das kleine Dorf Ambodiforaha mit seiner wunderschönen Bucht mit Sandstrand besuchen und baden
  • Auf die Suche nach dem noch nicht erforschten Raubtier Schlichtmungo gehen
  • Bei einer Führung die Fülle der Pflanzenarten erklären lassen
  • Einen der 13 Wanderwege abschreiten
  • Den Roten Vari von Ast zu Ast springen sehen
  • Eine Bootsfahrt zur Insel Nosy Mangabe machen, die Antimaora-Gräber und Wasserfälle besuchen dort eine Nacht zelten
Fakten zum Masoala Nationalpark
Höhe:
Zwischen 0 und 1300 Metern Höhe
Lage:
Der Masoala Nationalpark liegt im tropisch-feuchten Nordosten Madagaskars, umfasst eine Halbinsel und eine Insel und ragt 60 – 70 km nach Süden in den Indischen Ozean hinein
Größe:
230 000 ha (der größte Nationalpark Madagaskars mit vier Land- und drei Wasserschutzgebieten)
Klima:
Im Park herrscht tropisch feuchtes Klima mit einem jährlichen Niederschlag von 3000 bis 7000 Liter pro Quadratmeter und macht damit den Masoala zu einer der regenreichsten Regionen Madagaskars. Im Südsommer von November bis April meidet man die Region als Urlaubsziel besser. Die Temperaturen sind tropisch
Landschaft:
Im Inneren liegen schroffe, mit dicht-grünem Teppich bewachsene Berghänge aus seltenen Palmenarten, Baumriesen und majestätischen Farnen, skurrilen tropischen Kannenpflanzenarten, fleischfressenden Pflanzen und zur Küste hin Sandstrand mit Mangrovenwäldern und Korallenriffen
Tiere:
Extrem hohe Biodiversität mit dem Roten Maki, 11 Lemurenarten, 60 Reptilien und 4 Schildkrötenarten
Beste Reisezeit:
Die trockenste Zeit liegt in den Monaten Juni bis September bzw. noch spezieller von September bis November. Von Juni bis September gibt es Wale.
Gründungsjahr:
1997
Eintrittspreis
45 000 Ar (etwa 16 Euro), Kinder 25 000 Ar (etwa 6 Euro)

Wer seinen Masoala Aufenthalt nicht alleine organisieren möchte, kann hier einen fertigen Reisebaustein buchen.

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  • Besuch des Masoala-Nationalparks
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Wanderwege im Masoala Nationalpark

Der Park hat 13 sehr außergewöhnliche Wandertrails, sogenannte Circuits. Für alle Wege muss am Eingang ein Guide für 15.000 bis 150.000 Ariary (zwischen 3 und 36 Euro) gebucht werden, der eine Gruppe von maximal 5 Personen anführt. Die verschiedenen Themenrouten sind Birdwatching-Trails, komplette Halbinsel-Touren, Ost-Kap-Touren, Schnorchel-Touren oder den Picknick-an-der-Westküste-Trail.

Tiere im Masoala Nationalpark

Gecko im Masoala Nationalpark

Tierfreunde können in Masoala 11 verschiedene Lemurenarten beobachten; der Rote Vari (Varecia rubra) kommt nur in den Wäldern Masoalas vor. Auf der Insel Nosy Mangabe wurde bereits in den 60er Jahren ein 520 ha großes Reservat eingerichtet, in dem u.a. der Schwarzweiße Vari (Varecia variegata) und das Fingertier (Daubentonia madagascariensis) geschützt werden.

Typische Vogelarten Masoalas sind die Seidenkuckucke (Coua), die Vangas (Vangidae) und die Vasapapageien (Coracopsis); besonders selten sind hingegen die Rote Madagaskar-Eule und der Madgaskar-Schlangenadler.

Die Korallenriffe in den drei Meeresreservaten Masoalas sind einzigartige Schnorchel- und Tauchgebiete. Eine besondere Attraktion ist die Beobachtung der Buckelwale in der Bucht von Antongil; jeweils von Juli bis September halten sie sich mit ihren Jungen in der Bucht auf.

Unterkünfte im Masoala Nationalpark

Ausgangspunkt für einen Besuch des Masoala Nationalparkes ist die Kleinstadt Maroantsetra, wo auch die Unterkünfte liegen bzw. wo die Boote zu den abgelegeneren Unterkünften und zum Park abfahren.

Etwa 40 km von Maroantsetra entfernt liegt unser Lodgetipp Masoala Forest Lodge (Zeltlodge an einsamen Badestränden) mit Bootstransfer. Bei Tampolo liegen noch einige weitere, teure Lodges, deren Lage mitten im Park und am Strand den Preis durchaus rechtfertigt. Zusätzlich müssen Reisende auf keinerlei Komfort verzichten, trotz der Abgeschiedenheit.

Anreise zum Masoala Nationalpark

Anreise mit dem Auto zum Masoala Nationalpark:

  • Bei Maroantsetra endet die Straße, die zum Nationalpark führt. Die nächstgrößere Stadt ist Taomasina an der Südküste und mit dem Auto 400 km entfernt bzw. 2 bis 3 Tagesreisen entfernt. Allerdings wird eine Mietwagentour auf jener RN5 nicht empfohlen, vor allem, da Zyklone in der Regenzeit zwischen Dezember und März die Straßen unter Wasser setzen. Die Straße ist in schlechtem Zustand und kann ohne Allrad überhaupt nicht befahren werden.
  •  Je nachdem aus welcher Richtung man kommt, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Aus dem Norden oder Westen kommt man nur über Trekking-Wege zu Fuß in der Park, Straßenanbindungen existieren nicht. Am einfachsten ist immer noch Maroantsetra mit dem Nationalparkbüro.
  • Von der südlich des Park gelegenen Stadt Soanierana-Ivongo, die gut mit dem Auto zu erreichen ist, gelangt man über Flüsse auf einer Strecke von 200 km in den Nationalpark, mit teils veralteten Fähren, in den Masoala Nationalpark.
  • Eine nördliche Anreisestadt ist Antalaha: Von hier aus ist nur das Ostkap bei Andranoanala mit einem Allrad oder Taxi Brousse erreichbar (4 Stunden Fahrzeit für 45 km)

Anreise mit dem Flugzeug von Antananarivo:

  • Im Ort Maroantsetra liegt auch der Aéroport de Maroantsetra, der Flugverbindungen nach Antananarivo anbietet. Das ist die von uns am ehesten empfohlene Anreisemöglichkeit. Ab dem Flughafen geht es per Auto, Boot oder Schnellboot in den Nationalpark hinein.
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