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Reisesicherheit und Verhaltensweisen in Madagaskar

Wie sicher ist Madagaskar als Reiseland? Wie in den meisten südlichen Urlaubsländern ist die Armutsrate höher als in Deutschland. Entsprechend nutzt man einige Sicherheits-Strategien, die auch in europäischen Großstädten vor Taschendiebstahl und Überfällen schützen. Gruppenreisen sind nichtsdestrotz die sicherste Art, Madagaskar zu bereisen.

Kriminalitätsschwerpunkte in Madagaskar

In Madagaskar gibt es nur wenige kriminelle Ballungszentren, in denen man sich vor Überfallen in Acht nehmen muss. Dazu gehören:

  • die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l’Indépendance, speziell die touristischen Zentren rund um Hotels, beliebte Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis

Vorsichtsmaßnahmen für einen sicheren Aufenthalt

  • In Stadtgebieten sind die unbelebten Straßen nach Einbruch der Dunkelheit eine Falle für Touristen: Hier nimmt man (auch Kurzstrecken) am besten mit dem Einzeltaxi (Ambilobe, Ambanja, Antananarivo) und trägt auf keinen Fall die Kamera offen mit sich.
  • Im dichten Straßenverkehr müssen stets alle Türen und Fenster verschlossen bleiben, auch tagsüber. Wertgegenstände gehören nicht in Sichtweite.
  • Nach Einbruch der Dunkelheit sollten keine Überlandfahrten mehr stattfinden
  • Ausweis und Tickets müssen vor der Reise kopiert und immer getrennt voneinander aufbewahrt werden (am Körper in einer Gürteltasche, im Hotel)
  • Individualreisende mieten am besten ein Auto mit Fahrer und verzichten auf Taxibrousse (unfallanfällige Sammeltaxis für Überlandfahrten) als Verkehrsmittel, um von A nach B zu kommen
  • In Nationalparks und Reservaten sowie bei Besuchen von indigenen Dörfern gibt es vor allem mit einer Reisegruppe quasi kein Sicherheitsrisiko
  • Am sichersten reist man in einer Reisegruppe: Reiseunternehmen, die mit erfahrenen Guides und locals zusammenarbeiten und die Reisezeiten und -orte so planen, dass man zu keiner Zeit in eine kritische Situation gerät.

„Fady“ – Tabu für Touristen

„Fady“ ist ein Begriff, der Dinge, Orte oder Tätigkeiten mit bestimmten Beschränkungen oder Heiligtum belegt. Meist handelt es sich um ein Brauchtum oder eine Regel, die ein bestimmtes Tabu auslöst.

Unter Umständen verbietet ein „fady“ ausländischen Touristen, einen Ort oder eine Region zu betreten. Diese Beschränkung gilt es zu respektieren. Zu den „fady“ Orten können Anlagen mit Opfergaben gehören oder Seen wie der Lac Ravelobe, die mit heiligen Krokodilen bevölkert sind. Beides zu betreten ist tabu.

Aber „fady“ können auch Verhaltensweisen und Gesten sein und nicht nur Touristen betreffen: Etwa der ausgstreckte Finger, der aufs Grab oder Menschen zeigt oder der linke Fuß, mit dem man die Königsgemächer im Rova, den Herrscherpalast, fälschlicherweise zuerst betritt.

Außerdem das Verbot, zu den 12 heiligen Hügeln von Antananarivo Schweinefleisch mitzubringen. Schweinefleisch ist auch am Ampitabe-See (Farihy Ampitabe) neben dem Canal des Pangalanes tabu. Es ist außerdem ein fady, sich vor dem Betreten des Bootes bei der Seeüberfahrt Mund und Hände zu waschen.

Erkundigen Sie sich bei ortskundigen Personen über eventuelle „Fadys“ …

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