Schutzgebiete Madagaskars

In den Nationalparks Madagaskars wachsen besonders prächtige Exemplare der Baobab-Bäume.Mehrere internationale Organisationen in Madagaskar vertreten durch die Organisation Parcs nationaux Madagascar – und viele private Initiativen – unterhalten etwa 60 Schutzgebiete in ganz Madagaskar. Es finden sich in jeder Region Schutzgebiete für die unterschiedlichen Landschafts- und Klimazonen. Seit sich Madagaskar vor 60 Millionen Jahren endgültig von den kontinentalen Landmassen Afrikas und Indiens getrennt hat, konnte sich das Leben hier in vollkommener Isolation weiterentwickeln und seine eigene endemische Flora und Fauna entwickeln. Erste Schutzgebiete wurden bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts durch französische Naturforscher begründet. Die heute bestehenden 47 offiziellen Naturparks, die von der madagassischen ANGAP (l’Association Nationale pour la Gestion des Aires Protégées) verwaltet werden, werden in folgende Kategorien unterteilt:

  • Nationalparks = Parc National (PN)
  • Integrale Schutzgebiete = Réserve Naturelle Intégrale (RNI)
  • Spezialreservate = Réserve Spéciale (RS)
  • Weitere Schutzgebiete: Wiederaufforstung, geschützte Waldgebiete und sog. Allgemeine Schutzgebiete

 

Nationalparks

Tierbeobachtungen sind in Madagaskars aus nächster Nähe möglich.Die Nationalparks (Parc National) sind Schutzgebiete für Ökosysteme und sind gegen die Entrichtung eines Eintrittspreises (an die ANGAP in Antananarivo oder an die lokalen Vertretungen) für Besucher geöffnet. Der Besuch ist nur mit einem offiziellen Führer gestattet, der jeweils vor Ort zur Verfügung gestellt wird und dort bezahlt werden muss. Zurzeit existieren 15 verschiedene Nationalparks auf Madagaskar, u.a. sind dies:

Weitere Informationen zu den jeweiligen Nationalparks

 

Integrale Schutzgebiete und Spezialreservate

Dieser Falter besticht durch seine besonders geformten Flügel.

Die insgesamt 9 integralen Schutzgebiete (RNI) mit einer Gesamtfläche von 1.600km² sind streng geschützte Biotope, die unberührt bleiben sollen. Daher ist der Zutritt für Touristen untersagt. Die Spezialreservate (Réserve Spéciale) dienen dem Schutz von bedrohten Tier- und Pflanzenarten. 23 dieser Spezialreservate sind offiziell begründet worden. Nicht zu unterschätzen in ihrer ökologischen Bedeutung und in ihrer Attraktivität sind auch private Parks, die ebenfalls Schutzfunktionen wahrnehmen.