Merina

„Die aus dem Land, wo der Blick keine Grenze kennt“

Eine Angehörige des stammes der MerinaDie Gruppe der Merina lebt im madagassischen Hochland um Antananarivo und bildet mit 26% der Bevölkerung den größten und bedeutendsten Stamm. Ihr Erscheinungsbild, die helle Hautfarbe und das meist schwarze Haar, zeigt deutlich die indonesisch-malaiische Abstammung. Ihr soziales System gliedern die Merina in 3 Hauptkasten Die Adelskaste besteht aus den „Andriana“, den Adeligen. Ihm folgen die sog „Hova“, die Freien, die von der Urbevölkerung, den Vazimba abstammen. Die unterste Schicht gliedert sich in die „Andevo“, (die Besitzlosen), und die „Atsimo“, (die zu gehorchen haben).

Die Merina glauben, wie viele andere Stämme auch, dass die Menschen nach ihrem Tod als „razana“ weiterleben und so richtet sich die Lebensweise vieler Madagassen nach dem Ahnenkult. Das Totenumbettungsfest „Famadihana“ ist ein fester Bestandteil im Leben der Merina. Diese Zeremonie gilt als wichtigstes Ritual im madagassischen Ahnenkult und jeder Familienclan feiert es im eigenen Rhythmus.