Die Regionen Madagaskars

Durch seine geografische Lage und Struktur findet man auf Madagaskar sehr unterschiedliche Lebensräume und Klimazonen.

 

Zentrales Hochland

Das zentrale Hochland in MadagaskarIm Innern der Insel befindet sich das zentrale Hochland, das aus einer Hochebene besteht, die fast 2/3 der Insel bedeckt. Die Hochebene ist teils vulkanischen Ursprungs und erreicht seinen höchsten Punkt im Tsaratanan-Mssiv mit dem Maromokotro – mit 2876 Metern dem höchsten Berg der Insel. Das zentrale Hochland ist die Ursache für die klimatischen und landschaftlichen Unterschiede, die zwischen der Ost- und Westküste, aber auch im Süden der Insel zu finden sind. Das Hochland fällt gen Osten steil ab und bildet somit eine Wand für die aus Osten kommenden Winde samt Wolken. Westwärts fällt die Hochebene flacher ab! Auch im Hochland selbst findet man schon ökologische Unterschiede. So ist das Hochland nördlich der Hauptstadt Antananarivo gänzlich unbewaldet, während es südlich von Wald bedeckt wird. Der nördliche Teil der Hochebene gilt als eine der fruchtbarsten Regionen; hier werden vor allem Vanille, Zuckerrohr und Kaffee angebaut.

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Im Südwesten – die Dornsavanne und das trockene Klima

Siedlung im HochlandDie Hochebene fällt nach Westen hin flach ab und ist die Landschaft im Westen der Insel von Trockensavannen mit großen Baobabwäldern und Sukkulenten gekennzeichnet. Ursprünglich war diese Region mal von trockenem Laubwald bedeckt, welcher jedoch durch Feuer und Brandrodung immer weiter dezimiert wurde. Im südlichen Teil findet sich eine Dornsavanne, die sich entlang der Küste ca. 50-120km ins Landesinnere erstreckt. Dieses Gebiet ist das trockenste Madagaskars, mit einem jährlichen Regenfall bis max. 350mm  und  einer Trockenzeit bis zu 9 Monate.  Dieser Dornenwald ist eines der faszinierendsten Biotope weltweit! 90% der hier vorkommenden Pflanzen sind endemisch und meist mit Dornen oder Stacheln ausgestattet, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Nur in der sehr kurzen Regenzeit beginnen die Pflanzen im Südwesten an zu blühen und die trockene sonst karge Landschaft verwandelt sich für kurze Zeit in ein grünes Paradies. Ein Großteil der Pflanzen verliert nach der sog. Regenzeit die Blätter, um sich gegen Verdunstung zu schützen. Um in dieser Zeit dennoch über Wasser zu verfügen, bilden einige Pflanzen weitläufig verzweigte Wurzelsysteme, andere speichern es in ihren dicken Stämmen oder Wurzeln. Die majestätischen Baobabs (Affenbrotbäume) z.B. speichern in ihren aus Fasen bestehenden Stämmen bis zu 100.000 Liter Wasser. Die beiden charakteristischen Pflanzengruppen des Dornenwaldes sind die Euphorbien (Wolfmilchgewächse) und die Didieraceen (Tentakel-Bäume).

 

Im Osten der Regenwald

Farbspiele am HimmelDurch die Feuchtigkeit und den Regen, der das ganze Jahr über an der Ostküste anzutreffen ist, entstand zwischen der Ostküste und dem Hochland ein tropischer Regenwald. Das Kronendach der Wälder liegt auf ca. 30 m, was im Vergleich zu anderen Regenwäldern relativ niedrig ist. 5500 Pflanzenarten beherbergt der Regenwald Madagaskars, von denen 80% endemisch sind. Bei den Palmenarten steigt der Anteil der endemischen Arten sogar auf 97%. Leider sind heute aber nur noch 4% der ursprünglichen Regenwälder anzutreffen: Brandrodung, Wanderfeldbau und Holzeinschlag setzen diesen „grünen Juwelen“ stark zu.
Durch das Abholzen der Regenwälder werden neue Felder für den Reisanbau urbar gemacht; tausendjährige Tropenhölzer werden illegal geschlagen und über zweifelhafte Kanäle exportiert. Als Folge davon schwindet der Regenwald. Mit dem Regenwald wird auch der Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten zerstört. Edelhölzer wie Palisander (Rosenholz) und Ebenholz sind besonders begehrt. Die Arbeit der Holzfäller ist dabei hart und gefährlich. Die zwei Meter langen und mit 200 Kilogramm extrem schweren Stammstücke müssen mit Muskelkraft die steilen und dicht bewachsenen Hänge hinunter zu einem Fluss oder zur Küste geschleppt werden. Dort werden sie mit leichteren Baumstämmen „eingepackt“, damit die ganze Fracht überhaupt schwimmfähig wird. Das Rosenholz wird so zu Zwischenhändlern geflößt und verkauft. Über 90 Prozent des Rosenholzes werden unverarbeitet in die Volksrepublik China exportiert. Häufig kommt es zu Schmuggel und Falschdeklaration der Holzmengen. So werden die Exportsteuern umgangen oder zumindest beträchtlich reduziert. Dringend benötigte Einnahmen gehen dem Staat Madagaskar so verloren.

Wald aus SteinDie größte, noch zusammenhängende Regenwaldfläche beherbergt der Masoala- Regenwald nördlich von Toamasina. Aber auch dieser ist zunehmend von außen (Bevölkerungszuwachs, Umwandlung in Ackerflächen etc.) und innen (illegaler Holzeinschlag) gefährdet. Das tropisch feuchte Klima im Osten bietet eine gute Grundlage für den Anbau von Reis, Maniok Obst- und Gemüseanbau. Aber auch Kaffee, Vanille, Kakao, Zuckerrohr und Gewürznelken werden hier zahlreich produziert und exportiert.

 

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