Bambuslemuren & Meer – Ile aux Rouge.

Schon vor der Landung beim Überfliegen der Insel wird klar: Madagaskar ist einzigartig. Flüsse schlängeln sich aus zerklüfteten Gebirgen durch tiefgrüne Wälder hin zu blau schimmernde Buchten und ich kann die Landung kaum erwarten! Nach einem kurzen Aufenthalt in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo, kurz Tana genannt, besuchen wir eine Schmetterlingsfarm und lernen gleich zu Beginn unserer Reise die Vielfalt der Fauna Madagaskars kennen. Wir machen mit verschiedene Chamäleonarten, Eidechsen, Schlangen und Fledermäuse Bekanntschaft und sehen im nahegelegenen Bergwald Sifakas und Braune Lemuren. Diese treffen wir auch im privaten Lemurenpark von Vakona bei Andasibe wieder. Auch in den tropischen Regenwäldern des ältesten Schutzgebiet Madagaskars, dem Reservat von Périnet, begegnen wir seltenen Tieren und Pflanzen wie endemische Vögel, nachtaktiven Mausmakis und ich höre den Schrei der Indri-Indri, der größten Lemurenart Madagaskars, also ich am Abend in meinem Bett liege.

Am dritten Tag unserer Reise fahren wir zurück nach „Tana“. Wir besichtigen die lebhafte Stadt, bummeln durch den Trubel eines Marktes und machen einen Abstecher zum Königshügel etwa 20km außerhalb der Stadt und genießen eine herrliche Aussicht. Von Antananarivo aus geht es weiter nach Antsirabe und Sahambavy. Wie durchfahren Madagaskars zentrales Hochland vorbei an Reisfeldern, Teeplantagen und kleinen Dörfern und ich schaue aus dem Fenster und genieße still die Aussicht auf die wunderschöne Natur Madagaskars. Wir besichtigen eine Halbedelsteinschleiferei und eine Holzschnitzerei, denn die Gegend um Sahambavy ist bekannt für ihre schönen Schnitzkünste und der ein oder andere aus der Gruppe kann nicht wiederstehen, sich ein Souvenir in die Heimat mitzunehmen.

 

Nachdem wir den ersten Teil der Reise auf Asphalt zurückgelegt haben, wechseln wir nun auf Gleise. Wir unternehmen eine einzigartige Fahrt mit einer in die Jahre gekommenen Schmalspurgleisen, durch dichten Dschungel über zahllose Brücken und durch allerhand Tunnel bis nach Tolongoina. Unterwegs kaufe ich lokale Köstlichkeiten und beobachte das Alltagsgeschehen. Am siebten Tag auf Madagaskar schnüren wir unsere Wanderschuhe und durchstreifen den üppigen Bambuswald des Ranomafana Nationalsparks, um am Nachmittag unsere müden Füße an den warmen Thermalquellen in Ranomafana zu erholen. Auch das Isalogebirge mit seinen Höhlen und Tälern erkunden wir zu Fuß. Wir wandern zum „Piscine Naturelle“ und ich fühle mich in dieser Oase, als ob ich in ein Bilderbuch gesprungen bin. Weiter geht es durch das raue Sandsteingebirge vorbei an einem Wasserfall. Unseren Fußmarsch begleiten Lemuren und Chamäleos.
 

Gegen Ende unserer Reise besuchen wir den Zombitse Nationalpark, welcher Heimat für 47% der endemischen Vögel Madagaskars ist. Die letzten Tage unserer Reise lassen wir an den traumhaften Stränden am Kanal von Mosambik ausklingen, besuchen dem Reniala Park, ein private Naturreservat in Mangily und treffen ein letztes Mal auf die für Madagaskar typischen Baobab-Bäumen.

Viel zu schnell sind die Tage verstrichen und ich kann es kaum erwarten, erneut die Regelwälder Madagaskars zu durchstreifen!

Eure Inka Mach