Inseln und Inselgruppen

Die schönsten Strände mit karibischem Feeling und Postkartenmotiven findet man auf den Inseln und Inselgruppen um Madagaskar. Die bekanntesten Inseln werden im folgenden genauer beschrieben.

Nosy Bohara (Ile Ste-Marie)

Spielende Kinder im WasserNosy Boraha liegt vor der Ostküste Madagaskars und gilt als die günstigste Variante der drei größten Trauminseln. Nur ca. 16.000 Einwohner leben auf der 60 km langen und 5 km breiten Tropeninsel. Sie ist mit dem Flugzeug von Antananarivo oder der Fähre von Saonierana zu erreichen. Als „tropische Trauminsel“ macht sie ihrem Namen alle Ehre. Nosy Boraha war einst der Stützpunkt der Piraten und Piratenjäger und auch ihre Schätze wurden hier vergraben. Erst um 1750 erreichte ein französischer Freibeuter die Insel und heiratete Prinzessin Bety, die im Besitz der Insel war. Bety überließ ihrem Ehemann nach der Heirat die Insel, der sie aber gleich an die Kolonialverwaltung Frankreichs weitergab. Regenwälder mit einer Vielzahl an tropischen Früchten, goldene Strände die von Kokospalmen gesäumt sind und einsame Buchten machen diese Insel zu einem besonders erholsamen Ort. Fast alle Strände rund um die Insel sind durch ein Korallenriff geschützt, was das Baden, Schnorcheln und Tauchen hier zum sicheren Vergnügen macht. Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten: eine Mischung aus gesunden Korallen, eine Vielzahl tropischer Fische, Wasserschildkröten und alte Piratenschiffe geben der Unterwasserwelt einen besonderen Reiz. Auch Rochen und Lobster sind regelmäßige Besucher der Gewässer um die Insel. Am Soanambo Riff, welches aus schwarzen Korallen besteht können Mantarochen und Schwämme bis 28m aus nächster Nähe beobachtet werden.

Besonders beliebt ist das Leoparden-Wrack, welches auf geübte Taucher in 3.434 m Tiefe wartet. Die meisten Hotels befinden sich südlich von Ambodifotatra an der Westküste. Im Nordwesten der Insel geht es wesentlich ruhiger zu. Die Ostküste ist bis heute noch fast vom Tourismus unberührt und bietet einen ruhigen Rückzugsort. Besonders die Halbinsel Ampanihy, die durch die eigene schöne Ampanihy Bucht vom Festland abgegrenzt ist, bietet wunderschöne unberührte Natur. Das meistgenutzte Transportmittel auf Nosy Bahara ist das Fahrrad, aber auch zum Wandern lädt die Insel ein. Die leicht hügelige Landschaft führt über Wiesen und Regenwälder an wunderschöne, kilometerlange Sandstrände. Jedes Jahr zwischen Juni und Juli und im September ziehen bis zu 1000 Buckelwale an der Westküste der Insel vorbei um in den umliegenden Gewässern ihre Jungtiere zu gebären oder sich zu paaren. Im August findet den Großsäugern zu Ehren jährlich das sog. „Festival de la baleine“ statt. Mittlerweile stehen die Großsäuger hier unter Naturschutz, das Jagen wurde 1980 eingestellt und heute sind die Meeressäuger auf der Insel sogar Fady. Man sollte nicht mal mit dem Finger auf sie zeigen. Die Hauptstadt Ambodifotatra liegt an der Westküste der Insel und verfügt neben einen kleinen Hafen sowie über Restaurants, Banken und Hotels. Im Süden der Insel kann man über einen Damm die vorgelagerte Koralleninsel Ilot Madame erreichen, auf der man ein eher unspektakuläres Meerwasseraquarium und einen kleinen Fischerhafen besuchen kann. Regen kann hier, wie auf den meisten Inseln, zu jeder Jahreszeit niedergehen. Die besten klimatischen Bedingungen für einen Badeurlaub findet man zwischen September und Dezember.

Nosy Nato (Ile aux Nattes)

Traumhafter Pool mit MeerblickNur 200 Einwohner hat die kleine Badeinsel Nosy Nato. Sie liegt südlich von Nosy Boraha und hat trotz ihrer kleinen Größe alles, was eine „Postkarten- Insel“ aufweisen sollte. Unberührte tropische, weiße Strände aus feinem Sand, Kokospalmen, türkisfarbenes Wasser und ein vorgelagertes Riff, welches eine Vielzahl von exotischen Meeresbewohnern beherbergt. Einige wenige Hotels, die aus einfachen Bungalows aus Palmholz und Palmwedeln errichtet sind, laden zum Verweilen ein. Einer der schönsten Strände befindet sich im Süden und ist von der Boots-Anlegestelle in etwa 30 min zu Fuß zu erreichen. Die autofreie Insel wird von Nosy Bohara aus mit traditionellen Holzkanus (Lakana) angefahren. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten. Ein guter Schwimmer kann den schmalen, nur 300m breiten Kanal auch schwimmend überqueren. Die wenigen Einwohner verdienen ihren Unterhalt im Reis- und Gemüseanbau und mit Rinderzucht.

Die Insel ist zu Fuß leicht an einem Tag zu umrunden. Auf der Wanderung kann man mit etwas Glück verschiedene Lemuren entdecken. Auf jeden Fall wird man zwischen September und November das Glück haben die „Königin von Madagaskar“, eine lila Orchidee, in ihrer Blüte bewundern zu können. Sie ist hier endemisch und rankt sich an Pandamus-Bäumen hoch bis in die Kronen des Baumes. Beide stehen unter strengem Naturschutz und dürfen nicht gepflückt oder abgeschnitten werden.

Nosy Be

Ein Segelausflug im Sonnenuntergang„Nosy Be“ heißt übersetzt die „große Insel“. Neben ihrer Größe ist die Insel auch die touristisch am Besten erschlossene Insel Madagaskars. Mit der Fähre oder verschiedenen Bootsanbietern kann man täglich nach Nosy Be übersetzen. Es werden aber auch regelmäßig Flüge von Antanarivo, Majunga und Antsiranana angeboten. Die Flugzeit beträgt in der Regel eine Stunde. Nosy Be ist der Nordwestküste Madagaskars 8 km vorgelagert und ein 300 km² großes lohnenswertes Ziel für alle Strandurlauber. Man findet hier Hotelanlagen in allen Preisklassen und eine Menge Attraktionen, von Naturschutzgebieten über tropische Traumstrände und jede Menge Tauch- und Ausflugsmöglichkeiten. Durch ihren vulkanischen Böden ist die Insel sehr fruchtbar; 60.000 multi- kulturelle Einwohner haben sich hier niedergelassen. Vor allem Zucker wird in den letzten Jahrzehnten vermehrt angebaut; daneben Ylang Ylang, das für die Parfumproduktion von großer Bedeutung ist.

Die Haupt- und Hafenstadt Andoany (Hell Ville) besteht heute immer noch zur Hälfte aus Ruinen der Kolonialvillen, die von französischen Zuckerbaronen errichtet wurden. Heute ist die Stadt eher ein Fischerdorf und wird als Handelsstadt genutzt, da von hier die Waren mit dem Schiff aufs Festland exportiert werden. Ein Friedhof, auf dem russische Soldaten begraben sind und ein paar wenige europäische Restaurants runden das Bild der Hauptstadt ab. Nur wenige Gassen mit ein paar Souvenirläden ziehen sich durch den Ortskern. Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants ziehen sich durch das gesamte Städtchen. Unweit der Stadt kann man westwärts um die Bucht von Lokobe die Überreste einer alten Moschee aus dem 17. Jahrhunderts besuchen. Diese Ruinen von Marodokana wurden vermutlich von pakistanischen Seefahrern errichtet. Einen guten Überblick über die Lemuren und Orchideenarten gibt das sog. LemuriaLand, ein Tier und Pflanzenpark, der erst vor einigen Jahren eröffnet wurde. Hier kann man neben Lemuren auch bis zu 300 Arten von Orchideen und unzählige Vogelarten kennenlernen.

Ein Highlight auf Nosy Be ist sicher das 740 ha große Naturreservat Lokobe. Das Reservat besteht seit 1913 und beherbergt in seinem Regenwald zahlreiche endemische Pflanzen – und Tierarten. Die Einwohner aus dem gleichnamigen Dorf Lokobe haben sich als Guide qualifiziert und bieten ganztägige Touren in das Reservat an. Die Touren starten meist im Boot und erreichen das Fischerdorf Ampasypohy. Von dort geht es zu Fuß weiter an die Grenze des Reservates. Nachtaktive Wieselmakis und Mohrenmakis schlafen hier in den Bäumen, aber auch zahlreiche Chamäleonarten warten auf das geübte Auge. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der höchste Gipfel der Insel, der Mont Passot, ein erloschener Vulkan, von dem man einen herrlichen Rundblick über die Insel und zu den Nachbarinseln genießen kann. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt der Weg nach oben. Bekannt allerdings wurde Nosy Be durch seine Traumstrände, die überall auf der Insel zu finden sind.

Als weitere Ausflugsziele eignen sich die umliegenden kleinen Inseln von Nosy Be:

  • Nosy Komba, auch die „Lemureninsel“ genannt, besteht aus einem Kraterkegel mit 5 km Durchmesser. Der 620 m hohe Vulkan im Innern der Insel kann durch einen schönen Wanderweg durch den Regenwald bestiegen werden. Den Namen bekam die Insel durch die heute zahmen Mohrenmakis, die von den Einheimischen gefüttert wurden.
  • Nosy Sakatia, ist eine winzige, naturbelassene Insel, die nur zu Fuß zu erkunden ist. Die malerischen Buchten und einsamen Strände an der nur 6,5 km langen Küste verfügen über eine wunderschöne Unterwasserwelt und machen einen Tagesausflug zu einem einmaligen Erlebnis.
  • Nosy Tanikely gilt als Taucher- und Schnorchelparadies. Die Insel ist von Nosy Komba in nur wenigen Minuten zu erreichen

 

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